Mission & Vision
Die Soziale Dienste Village gUG plant den Aufbau und Betrieb einer stationären Jugendhilfeeinrichtung mit acht Plätzen für Mädchen und junge Frauen im Alter von 14 bis 21 Jahren. Die Einrichtung wird in zwei angemieteten Wohnobjekten in Dortmund betrieben und deckt eine nachweisbare strukturelle Versorgungslücke im Raum Dortmund und NRW ab.
Unser Angebot verbindet traumasensible Pädagogik, individuelle Hilfeplanung und einen innovativen Ansatz der Medienkompetenzförderung. Es richtet sich an junge Frauen, die aufgrund von Gewalterfahrungen, familiären Konflikten, Flucht oder fehlenden sozialen Strukturen dringend professionelle Unterstützung benötigen.
Warum wir?
Unsere Arbeit verbindet fachliche Expertise mit einem tiefen Verständnis für die Lebensrealitäten der Zielgruppe. Wir verfügen über Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Jugendämtern, Schulen, Beratungsstellen und interdisziplinären Netzwerken sowie in der Entwicklung und Umsetzung praxisnaher Unterstützungsangebote.
Durch unsere Mehrsprachigkeit und interkulturelle Kompetenz erreichen wir auch junge Frauen, die von bestehenden Hilfesystemen oft nicht oder nur schwer erreicht werden. Gleichzeitig bringen wir fundiertes Wissen zu aktuellen digitalen Risiken wie Deepfakes, Plattformdynamiken und Formen digitaler Gewalt ein und übersetzen dieses in verständliche, alltagsnahe Bildungsangebote. Unser Ansatz ist geprägt von Partizipation, Vertrauen und Empowerment – mit dem Ziel, junge Frauen nachhaltig zu stärken und ihnen reale Handlungssicherheit zu vermitteln.
Versorgungssituation in Dortmund und NRW
Dortmund ist mit rund 600.000 Einwohnerinnen und Einwohnern die größte Stadt des Ruhrgebiets und weist eine überdurchschnittlich hohe Jugendhilfedichte auf. Gleichzeitig besteht ein erheblicher Mangel an geschützten, geschlechtsspezifischen Wohnplätzen für Mädchen und junge Frauen. Fachliche Rückmeldungen aus dem Jugendamt Dortmund sowie Versorgungsberichte des LWL zeigen:
- Stetig steigender Bedarf an traumasensiblen, speziell auf Mädchen ausgerichteten Angeboten
- Fehlende spezialisierte Plätze für junge Frauen mit Flucht- oder Migrationshintergrund
- Lange Wartezeiten und Ausweichunterbringungen in ungeeigneten (gemischten) Einrichtungen
- Zunehmendes Schutzbedarf-Profil durch traumatische Vorerfahrungen, FGM, Menschenhandel oder Zwangsheirat
Über uns
Hinter der Soziale Dienste Village gUG stehen wir – Aygen Atici und Fortune Walitza-Ndam. Wir verfügen über langjährige Erfahrung in der Kinder- und Jugendhilfe, insbesondere in der Arbeit mit jungen Menschen in belastenden Lebenssituationen – darunter unbegleitete minderjährige Geflüchtete, junge Frauen mit Gewalterfahrungen sowie Jugendliche mit komplexem Unterstützungsbedarf.
Unsere beruflichen Stationen umfassen sowohl die stationäre als auch die ambulante Jugendhilfe, die Arbeit im Jugendamt sowie die Leitung und Entwicklung von Projekten im Bereich Integration und Empowerment. In unserer täglichen Praxis haben wir immer wieder erlebt, dass insbesondere Mädchen und junge Frauen im digitalen Raum unzureichend geschützt sind – während gleichzeitig Wissen, Vertrauen und passende Zugänge fehlen. Mit der Gründung der Soziale Dienste Village gUG und dem Projekt „Safe Identity" schaffen wir ein Angebot, das genau hier ansetzt: niedrigschwellig, traumasensibel und konsequent an den Lebensrealitäten der Zielgruppe orientiert.
Das Team wird unterstützt durch Nanny Thomae-Walitza, ehemalige Geschäftsführerin des Vereins für Erziehungshilfen Mengede e.V. in Dortmund (Beirat), sowie durch Hassan Yacoubou im Bereich Finanzen und Administration.
Unsere Wirkungsebenen
Individuell
Jede*r Bewohner*in erhält kontinuierliche, traumasensible und ressourcenorientierte Begleitung, zugeschnitten auf ihre individuellen Bedarfe. Ziel ist die Entwicklung von Selbstwirksamkeit, emotionaler Stabilität und konkreten Lebensperspektiven.
Gesellschaftlich
Durch gezielte Bildungs- und Berufsförderung, Schulintegration und Sprachförderung wird gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht. Junge Frauen werden befähigt, selbstständig in die Gesellschaft einzutreten.
Strukturell
Das Angebot entlastet bestehende Jugendhilfestrukturen und schließt eine nachweisbare Versorgungslücke. Die langfristige öffentliche Refinanzierung sichert eine dauerhaft tragfähige Angebotsstruktur.
